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Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath
Braubachstraße 12
60311 Frankfurt a.M. - City

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Künstler der Galerie
04.09.2010 - 30.10.2010 Eröffnung 03.09.2010 --- 18:00

Stefan Szczesny
Rêve or et bleu

Nach dem Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München wurde er zu einem der Protagonisten der „Jungen Wilden“. Seit inzwischen dreißig Jahren verfolgt der Künstler eine sinnliche, graphisch-farbige Formensprache, die er in einer Art Gesamtkunstwerk gestaltend einsetzt. Den Schritt von der flachen Leinwand in die Mehrdimensionalität ist Stefan Szczesny aus der Not heraus gegangen: Während seines Stipendiums in der Villa Massimo in Rom 1982/83 beginnt er aufgrund des verspäteten Eintreffens seiner Malutensilien, gefundene Materialien, wie z.B. Kartons, zu bemalen. Es entstanden dreidimensionale bühnenbildartige Gebilde mit Figuren. Die schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verfolgte Idee, dass Kunst in alle Lebensbereiche einwirken solle, führt den Künstler dann zur Keramik. Damit begibt sich Szczesny in die Tradition der Maler-Bildhauer, die ebenfalls eine Vorliebe für die Arbeit auf Keramik fanden, wie Renoir, Picasso, Miró, um einige bedeutende Vorläufer zu nennen.

Vase Nr. 382, 1999, Keramik, 42 x 21,5 cm, Foto: Atelier Szczesny

Vase Nr. 382, 1999, Keramik, 42 x 21,5 cm, Foto: Atelier Szczesny

16.04.2010 - 19.06.2010 Eröffnung 16.04.2010 --- 18:00

Walter Gramatté
Ausgewählte Werke

Im Kontext des in diesem und nächsten Jahr vom Kulturfond Rhein-Main ausgerufenen Kooperationsprojektes „Phänomen Expressionismus“ präsentiert das Frankfurter Kunstkabinett Gemälde und Arbeiten auf Papier des Künstlers Walter Gramatté (1897-1929). Hanna Bekker vom Rath hatte Werke Gramattés erstmals 1952, im fünften Jahr des Bestehens ihrer Galerie, in einer Einzelausstellung präsentiert. Gramattés Werk, einzuordnen zwischen spätem Expressionismus und Magischem Realismus, spiegelt die Nachwirkungen der Schrecken des Ersten Weltkrieges, die Ratlosigkeit einer ganzen Nation und seine persönlichen gesundheitlichen und finanziellen Nöte wider. Mit dem 14 Jahr älteren Erich Heckel verband Walter Gramatté eine intensive künstlerische wie auch private Freundschaft. Karl Schmidt-Rottluff, ebenfalls ein guter Freund, entwarf den Grabstein des früh an Tuberkulose Verstorbenen und fungierte als Nachlassverwalter. In Max Beckmanns leerstehender Hermsdorfer Villa lebte der Künstler mit seiner Frau eine Zeitlang, bis er die Heizung nicht mehr zahlen konnte. Die ausgestellten Werke umfassen Ölgemälde wie „Kreuzabnahme“ von 1919, Landschaften wie z.B. „Barcelona“ aus jenen zweieinhalb Jahren, die der Künstler mit seiner Frau Sonia in Spanien verbrachte, eher sie 1926 zurückkehrten, und Aquarelle, darunter eindrucksvolle Portraits von Sonia Gramatté.

Maedchen am Spiegel

Maedchen am Spiegel

18.02.2010 - 10.04.2010 Eröffnung 18.02.2010 --- 18:00

Wanda Pratschke
Die Liebe zur Form

Die Liebe zur Form ist der Antrieb des Wirkens der Bildhauerin Wanda Pratschke, deren Werk mit dem Adjektiv „klassisch“ beschrieben wird. Das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath widmet der in Frankfurt lebenden Künstlerin anlässlich ihres 70. Geburtstages eine Einzelausstellung, die sowohl Skulpturen als auch Reliefs und Zeichnungen zeigt. In Berlin geboren und nach einer Tätigkeit als Bühnenbildnerin erhielt sie ihre Ausbildung an der Städelschule bei Willi Schmidt und in Salzburg bei Markus Lüpertz. Zahlreiche Werke stehen im öffentlichen Raum der Rhein-Main-Region, in Frankfurt, am Frankfurter Flughafen und in Hofheim.

Erwachende, 2004, Bronze, 6 +2 Ex., 25 x 56 x 37 cm, (Foto: Martin Url)

Erwachende, 2004, Bronze, 6 +2 Ex., 25 x 56 x 37 cm, (Foto: Martin Url)